Die Untersuchung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch die Spiroergometrie auf dem Laufband oder dem Fahrradergometer liefert nebe verschiedenen Trainingsbereichen (definiert über die Pulsfrequenz) auch eine Aussage über die zur Energiegewinnung herangezogenen Substrate. Beim Menschen handelt es sich dabei vorwiegend um Kohlehydrate (Zucker) und Lipide (Fett).
Bei geringer körperlicher Leistung überwiegt die Fettverbrennung. Steigt die Leistung, werden zunehmend Kohlehydrate als „Treibstoff“ verwendet. Im Bereich der aeroben Schwelle werden praktisch keine Fette mehr abgebaut. Um durch sportliche Aktivität eine optimale Gewichtsreduktion zu erreichen ist es sinnvoll, das Leistungsniveau so zu wählen, dass überwiegend die Verbrennung von Lipiden zur Energiebereitstellung dient.
Für die tägliche Praxis bedeutet dies, dass die/der Sportler/in nicht in einer zu hohen Intensität trainieren soll, wenn sie/er das Augenmerk auf die Gewichtsreduktion legt. Bei welcher Pulsfrequenz der für die Fettverbrennung optimale Bereich liegt kann durch die Ergospirometrie bestimmt werden.
Wird vor der eigentlichen Testphase mit rampenförmiger oder stufenförmiger Leistungssteigerung für ca. 10 Minuten eine Ruhemessung im „steady-state“ durchgeführt, kann sogar eine Aussage darüber gemacht werden, wie hoch der tägliche Kalorienverbrauch zum Untersuchungszeitpunkt ist. Es kann festgelegt werden, mit welcher täglichen Kalorienzufuhr das Gewicht stabil gehalten bzw. reduziert werden kann.
|